Ein Ausblick mit Rückblick

SEO-Trends 2020

Tipps für die Suchmaschinenoptimierung zu geben, ohne die wichtigsten „SEO-Denkkonzepte“ zu vermitteln, ist wenig zielführend. Darum beginnt dieser Artikel mit genau diesen Denkkonzepten. Wenn Sie diese bereits kennen, dann können Sie direkt zu unseren SEO Tipps für das Jahr 2020 nach unten scrollen.

Warum suchen wir?

Jeder Suche – und dabei ist es egal, ob wir bei Google, Bing, YouTube, Netflix, Spotify, Amazon, Facebook oder Instagram suchen – geht immer ein Bedarf voraus. Wir haben einen Bedarf an Wissen, wir möchten uns über ein Produkt informieren oder es direkt kaufen, benötigen eine Dienstleistung, sind auf der Suche nach Öffnungszeiten oder möchten uns unterhalten lassen. So vielfältig wie unsere Bedürfnisse sind auch die Angebote (Webseiten, Plattformen, Dienste), die unsere Bedürfnisse befriedigen möchten. Die Aufgabe der verschiedenen Suchmaschinen und Suchfunktionen ist es, für jede Suchanfrage das bestmögliche Angebot zu finden und als Ergebnis zu präsentieren.

Suchanfragen und Suchintentionen

Eine Suche findet in den meisten Fällen mit Worten statt. Entweder tippen wir diese direkt in einen Suchschlitz ein oder wir reden mit einem Sprachassistenten, der das Gesprochene wiederrum in Text umwandelt. Die Suchmaschinen (allen voran Google) versuchen, diese Suchanfragen bestmöglich zu verstehen und die – für den jeweiligen Nutzer – relevantesten Ergebnis anzuzeigen. Schwierig wird dies besonders dann, wenn ein Suchbegriff (Keyword) verschiedene Bedeutungen hat. Meint der Nutzer mit „Golf“ nun das Auto oder die Sportart?

Außerdem spielt die Suchintention eine wichtige Rolle, wie sich am Beispiel eines Waffeleisens zeigt. Wenn der Nutzer noch nicht weiß, welches Gerät sein Problem lösen kann, dann geht er oder sie mit einer „Informational“-Suchanfrage an das Thema heran:

  • „womit waffeln backen“

Ist die Produktkategorie bereits bekannt, dann wird mit einer „Commercial“-Suchanfrage gesucht:

  • „bestes waffeleisen“ oder „waffeleisen test“

Hat der Nutzer sich bereits für ein Gerät oder eine Marke entschieden, dann verwendet er oder sie eine „Transactional“-Suchanfrage:

  • „waffeleisen HERSTELLER kaufen“ oder „waffeleisen PRODUKTNAME kaufen“

Nutzersignale

Woran machen die Suchmaschinen fest, welches Suchergebnis das beste / relevanteste für die aktuelle Suchanfrage ist? Dies geschieht in der Regel durch Nutzersignale, die beispielsweise Google über seine eigene Seite, über Nutzer von Chrome-Browsern und von Webseiten bekommt, die Google Analytics verwenden. War der Nutzer länger auf einer Seite, hat gescrollt, die Inhalte gelesen und gefunden, was er gesucht hat? Oder kam der Nutzer nach kurzer Zeit zurück zu Google und hat andere Suchergebnisse ausgewählt oder seine Suchanfrage verändert? Diese und weitere Informationen fließen in die aktuelle, allgemeine Reihenfolge der Suchergebnisse mit ein. Für jeden Nutzer werden die Ergebnisse zusätzlich noch personalisiert, wenn beispielsweise ein Verlauf vorheriger Suchanfragen oder ein Standort vorhanden sind.

Unsere SEO-Tipps und -Trends für 2020

Kommen wir nach diesem theoretischen Abriss zu unseren SEO-Tipps und Trends für das Jahr 2020.

#1: Content mit Relevanz und Mehrwert erstellen

Unser erster SEO-Trend ist alles andere als neu. Es ist und bleibt aber der wichtigste Trend, dem Sie unbedingt folgen sollten:

Erstellen Sie Content mit Relevanz und Mehrwert für die Nutzer. Recherchieren Sie passende Keywords zu Ihren geplanten Inhalten und schauen Sie sich die aktuellen Top-Ergebnisse an. Fangen Sie dann an, weitere Keywords, W-Fragen und Themen zu recherchieren, die Ihr neuer Inhalt unbedingt abdecken sollte, um einen echten Mehrwert zu schaffen. Schreiben Sie auf keinen Fall leere Worthülsen, nur um eine bestimmte Textlänge zu erreichen. Relevante Inhalte dürfen auch „kurz und knackig“ geschrieben sein.

#2: Technisch optimierte, fehlerfreie Webseiten

Blog, Webseite oder Onlineshop bilden die technische Basis für Ihren Content. Der beste Content nützt aber nicht viel, wenn diese technische Basis für die Suchmaschinen durch Fehler schlecht lesbar ist oder Nutzer durch lange Ladezeiten Ihre Seite sofort wieder verlassen und dadurch schlechte Nutzersignale senden. Prüfen Sie Ihre Webseite regelmäßig auf technische Fehler (404-Seiten, unnötige Weiterleitungen, defekte Bilder usw.) und nutzen Sie alle Möglichkeiten, um technische Optimierungen und bewährte Webtechnologien zu verwenden (Bildoptimierung, Lazy-Loading, Caching usw.). Eine gute Anlaufstelle ist neben einer SEO-Agentur oder entsprechenden Softwarelösungen dabei auch immer die Google Search Console, die als einziges Tool „echte Daten“ direkt von Google anzeigt.

#3: Chancen durch das Google BERT Update nutzen

Die größte Änderung am Google Algorithmus seit Jahren wurde Ende 2019 für Googles amerikanische Version ausgerollt und wird noch in diesem Jahr für weitere Länder erscheinen. BERT (Bidirectional Encoder Representations from Transformers) hilft Google dabei, die Zusammenhänge einzelner Keywords einer Suchanfragen durch maschinelles Lernen (NLP, Natural Language Processing) besser zu verstehen. Gerade bei längeren Suchanfragen werden häufiger noch Ergebnisse angezeigt, die wenig mit der Anfrage zu tun haben, da diese nicht richtig verstanden wurde. Es ist unmöglich eine Seite durch irgendwelche Tricks und Techniken für das Google BERT Update zu optimieren. Aber guter, relevanter Content mit Mehrwert bietet die besten Chancen künftig vom Google BERT Update zu profitieren.

#4: Strukturierte Daten für Rich Snippets verwenden

Immer mehr Webseiten verwenden strukturierte Daten, um bestimmte Informationen suchmaschinenfreundliche auszuzeichnen. Es gibt verschiedene Auszeichnungen für alle möglichen Inhaltstypen, z. B. für News, für Unternehmensstandorte bzw. Filialen, FAQs, Events, Jobs und viele, viele mehr. Google zeigt Rich Snippets (besonders prominent gestaltete, spezielle Suchergebnisse am Anfang der Suchergebnisse) an, in denen die strukturierten Daten aufbereitet werden. Dies können spezielle Antworten auf eine Suchanfrage sein, weitere passende Fragen und Antworten oder passende Veranstaltungen, Jobs oder News.

#5: Optimierungen für Voice Search

2018 wurde vorhergesagt, dass im Jahr 2020 bereits jede zweite Suchanfrage über einen Sprachassistenten getätigt wird. Während Menschen dazu neigen, Suchanfragen kurz und knapp zu schreiben, reden wir mit einem Sprachassistenten häufig wie mit einem richtigen Menschen. Fragen formulieren wir daher gegenüber einem Sprachassistenten meistens als vollständige W-Fragen, anstatt einzelne Keywords aneinandergereiht in einen Suchschlitz zu schreiben. Darum ist es wichtiger denn je, dass Sie entsprechende W-Fragen mit Ihrem Content beantworten und diese mit strukturierten Daten auszeichnen. Es gibt auch eigene Formate für Voice Search, diese sind aber aktuell noch nicht offiziell verabschiedet und können sich daher noch verändern.

Sie möchten mehr über unsere Leistungen erfahren? Dann schauen Sie gerne hier vorbei oder rufen Sie uns gerne an.

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